EINE LITERARISCHE SENSATION

So überschreibt die Märkische Allgemeine ihren Artikel zu den Tagebuchaufzeichnungen Erwin Strittmatters
 
In keinem seiner Werke äußert sich Strittmatter so offen und so intim wie in diesen späten Tagebüchern. Man erfährt hier eine Menge über Glück und Leid des Schriftstellerehepaares. Und genau darüber diskutierten rund 30 Literaturfreunde beim traditionellen Literaturcafé in Bohsdorf.
Erwin Strittmatter scheint in diesem 2. Band der Tagebücher ein Hin- und Hergerissener. Hier lernt der Leser Strittmatter  aber auch als einen sehr verletzbaren Menschen kennen. Besonders beeindruckend empfanden wir wieder die Tier- und Landschaftsschilderungen in seinen Aufzeichnungen.
Die Einschätzung, Erwin Strittmatter reihe sich mit diesem Werk ein in die Reihe der großen Tagebuchautoren des 20. Jahrhunderts, fand allgemeine Zustimmung.
 
H. Polzin zum Literaturcafe im November
 
Unser Literaturcafe im November Foto: © Erwin-Strittmatter-Verein e. V.

In einem Artikel von Annett Igel war am 17. September in der LR folgendes von unserer Museumsnacht zu lesen

Scheune ist schöner neuer Leseort – Die Szenen aus der Ehe der Strittmatters werden im Literaturcafé wiederholt

Spremberg Für die Szenen einer Ehe ist die neu hergerichtete Scheune auf Hof vom Strittmatter-Laden in Bohsdorf genau die richtige Kulisse. Renate Brucke, die Vorsitzende des Erwin-Strittmatter-Vereins, las gemeinsam mit Peter Stempien aus Eisenhüttenstadt, Heidi Polzin aus Weißwasser und Annett Igel-Allzeit aus Spremberg aus Tagebüchern Erwin Strittmatters, aus den „Leib und Leben“-Gesprächen Irmtraud Gutschkes mit Eva Strittmatter und aus den Gedichtbänden der Lyrikerin.
Die Scheune konnte mit Spenden zu einem gemütlichen Veranstaltungsraum entwickelt werden. Sie hat große Fenster bekommen, und um den Schornstein soll in den nächsten Tagen auch ein Kamin aufgestellt werden. Fotografien von Edith Rimkus-Beseler entlang der Wände laden zum genauen Hinschauen ein: Eva und Erwin Strittmatter in Schulzenhof. Edith Rimkus-Beseler, die Frau vom „Käuzchenkuhle“-Autor Horst Beseler, hatte das Paar und auch die Söhne über Jahrzehnte mit der Kamera begleiten dürfen. Und sie zeigen – Eva Strittmatter war eine schöne Frau und Erwin Strittmatter, trotz seiner Größe, herrlich beim morgendlichen Ausritt.
Und die Texte verrieten noch mehr – über die Zahnprobleme des Schriftstellers, über die unterschiedlichen Auffassungen zur Kindererziehung, über den Kampf der Lyrikerin um Anerkennung, über Affären, aber eben auch über die Liebe zwischen den beiden.
Wer die Lesung verpasst hat, bekommt im Frühling noch eine Chance. Am Samstag, 9. April, 14 Uhr, zur Veranstaltung Literaturcafé in Bohsdorf ist sie noch einmal zu erleben. „Vielleicht wieder in der Scheune“, kündigt Renate Brucke an.

Annett Igel, Lausitzer Rundschau

www.strittmatter-verein.de www.strittmatter-verein.de

Hoffest bei Strittmatters

Zeit für Erwin Strittmatters Kurzprosa, die diesmal von Amseln, Staren und anderen Vögeln handelten, nahmen sich am 6. Juni 2015 trotz brütender Hitze etwa sechzig Besucher. Die von der Dramaturgin des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Eveline Günther ornithologisch orientierte Textauswahl wurde von den Schauspielern Lilli Jung und Michael Lorenz kurzweilig vorgetragen. Man glaubte fast, die Stare und Krähen säßen auf dem Nussbaum darüber. Den Strittmatter-Kennern war so mancher Text vertraut, aber wie er rezitiert wurde, das war Augen- und Ohrenschmaus. Passend umrahmt wurde der launige Nachmittag wieder von der Spremberger Bläsergilde unter Leitung von Roland Bartko.

Als wenig überzeugend für Klein und Groß erwies sich das Ratzfatz Puppentheater aus Potsdam. Die Kinder verließen während des uninteressanten Spiels die Scheune, ohne Rapunzels glückliches Ende zu erleben. Sehr gern nahmen die Kinder aber die Gesichtsbemalung durch Annett Thiel und unser Glücksrad mit vielen Preisen an.

Vereinsmitglieder, Familienangehörige und Freunde sorgten sich um das leibliche Wohl der Gäste.

Renate Brucke

Abstecher des Schauspielerpaares Julika Jenkins und Arnd Klawitter in unser Museum

Bei einem Kurzbesuch in der Niederlausitz machten der Schauspieler Arnd Klawitter, die Schauspielerin Julika Jenkins und ihr Sohn Lionel einen kurzen Abstecher in unser Museum. Arnd Klawitter spielte in der Fernsehfassung Laden III den aus dem Krieg zurückgekehrten Esau Matt.
Was er vermisste? Den wackligen Geländerpfosten an der Treppe zu den Großeltern hoch, der ihn bei seinem letzten Besuch 2007 sofort an die Dreharbeiten 1997 erinnerte.

Er versprach, wiederzukommen und vor interessiertem Publikum in Bohsdorf zu lesen.

Treffen der „Hoheiten“ in Bohsdorf am 10. Mai

Im Rahmen ihres alljährlichen Treffens besuchten am Sonntag, 10. Mai 2015, zahlreiche Hoheiten“ des Landkreises Spree-Neiße den „LADEN“ in Bohsdorf.

Unsere Vereinsmitglieder Kordula Thiel, Petra Scholz und Karin Jesussek nahmen die  Spremberger Spreenixe, die Gubener Apfelkönigin, die Kromlauer Blütenköngin, die Leinölfee aus Straupe, die Nussknackerprinzessin aus Neuhausen (Erzgebirge) und die Sächsische Schlossprinzessin aus Glauchau sowie drei ehemalige Königinnen und Nixen in Empfang. Kordula Thiel führte sie durch den „LADEN“ und erläuterte in anschaulicher Form Leben und Werk Erwin Strittmatters.
Nachdem sie mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden, ging es dann weiter nach Spremberg zur Autogrammstunde am Bullwinkelbrunnen und zum „9. Stammtisch der Symbolfiguren“.