Aktuelles und Veranstaltungen des Erwin-Strittmatter-Vereins

02.02.2018

Erwin Strittmatter als sein eigener erster Archivar

Und wieder lernten wir, die glauben schon vieles über Erwin Strittmatter zu wissen, Neues dazu.
Foto: © Erwin-Strittmatter-Verein e. V.
In einem anschaulichen Vortrag erhielten unsere Mitglieder und Gäste in der öffentlichen Mitgliederversammlung am 27. Januar in „Unter Eechen“ durch Dr. Franka Köpp von der Akademie der Künste Berlin nicht nur Einblick in ihre aufwändige Recherche, sondern erfuhren auch unbekannte Details.  Wie Strittmatter zum Beispiel seine Vorarbeiten beschriftete, sortierte und ablegte, sauber mit teilweise gebrauchtem Packpapier und Bindfaden einwickelte, überraschte alle. Die präzisen Vermerke wurden selbst von Eva als eigensinnig erklärt.

Dass Erwin Strittmatter ein disziplinierter, fleißiger Arbeiter war, können wir in seinen Tagebüchern und Werken nachlesen:

"Wenn das alles in den Mappen zur Ruhe gebracht ist und mir nichts mehr aus den Schubladen des Schreibtisches entgegenquillt, so hats für mich das Aussehen eines geharkten Hofes."

Wahre Geschichten aller Ard(t), S. 93, 29. Jan. 1968

Strittmatters waren Sammler und Aufbewahrer, das kam uns bereits durch Bruder Heinrich zugute – sonst gäbe es die in der Laden-Trilogie beschriebenen Exponate und Einrichtungsgegenstände nicht im Laden-Museum. Staunen konnten wir über die auf kleinen Zetteln und selbst auf alten Heftdeckeln geschriebenen frühen Gedichte Erwins. Auch die Zeichnung von der Stachelbeere seiner Mutter Lenchen, die Eingang in DER LADEN I fand, ruht im Archiv.

Die Vorarbeiten zum LADEN, datiert bereits 1971, wären wert, nochmals genauer zu lesen und zu verinnerlichen, ebenso die gesammelten Postkarten und Fotoalben (archiviert bereits von Jakob Strittmatter) zu betrachten. Und noch besser wäre es, sie interessierten Besuchern als Kopie zu präsentieren … Eingesehen können die Bestände aber nur nach vorheriger Anmeldung im Lesesaal der Akademie unter www.adk.de
Unser Gast, Dr. Franka Köpp, befasst sich seit 2011, nachdem alle Kisten von Schulzenhof nach Berlin in die Akademie der Künste gebracht wurden, mit der wissenschaftlichen Archivierung des Nachlasses von Eva und Erwin Strittmatter. Neunzig Regalmeter umfasst das Erwin-und-Eva-Strittmatter-Archiv und die Recherche ist längst nicht abgeschlossen, sodass wir die Hoffnung zu einem weiteren Besuch der Germanistin in Bohsdorf ausgesprochen haben.

Renate Brucke
 

Aktuelles

12.05.2018
aus der Spremberger Partnerstadt Schelesnogorsk in unserem Museum.
 
27.04.2018
Nächste Besichtigungsmöglichkeit für Einzelbesucher im Mai 2018
 
16.04.2018
Würde der Theatersaal wieder bis auf den letzten Platz wie im April 2017 gefüllt sein?
 

Termine

09.06.2018 | 11 Uhr | Mitgliederversammlung “Unter Eechen”
ab 14 Uhr Hoffest mit den Schauspielern Corinna und Oliver Breite, der Bläserklasse des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums und der Spremberger Blasmusikkapelle

04.09.2018 | 20 Uhr | Stadtwirtschaft Freiberg
Im Rahmen des Freiberger Lyriksalons lesen Carsten Krankemann, Michael Gätke, Matthias Stark, Renate Brucke aus “Von Bohsdorf nach Schulzenhof – Auf den Spuren von Eva und ErwinStrittmatter”.

15.09.2018 | ab 16 Uhr | Museumsnacht Spree-Neiße, Bohsdorf
Ortsrundgang - Auf den Spuren der Laden-Trilogie, Michael Beckers Eva- und- Erwin- Strittmatter-Programm
 

Kontakt

Erwin-Strittmatter-Verein e. V.
Dorfstraße 35, OT Bohsdorf
03130 Felixsee
Telefon: (03 56 98)  2 21  |  Fax: (03 56 98) 85 94 27 
bohsdorf@strittmatter-verein.de

Öffnungszeiten des Ladens
Montag

geschlossen
Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen
11.00 bis 17.00 Uhr (April bis Oktober)
Vom 15. bis 31. März schließt der Laden schon um 16 Uhr.

Von November bis Mitte März bleibt der Laden geschlossen, Terminabsprache per Telefon oder E-Mail möglich.


 
   
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