Tschinag liest aus seinem jüngsten Werk "Auf der großen blauen Straße". Aus Anlass des 6o. Jahrestages des Erscheinens von "OCHSENKUTSCHER" (195o) von Erwin Strittmatter werden Textpassagen des deutschen Autors dazu gestellt. Über Galsan Tschinag schrieb das Ehrenmitglied unseres Vereins Eva Strittmatter in ihrem Gedicht "Wurzeln" (1975): "In Ulan Bator lebt so ein Dichter, der Galsan heißt, der wird einmal groß ... Dr. Manfred Schemel, Vorsitzender des Erwin -Strittmatter-Vereins
29. Dezember 2009__
Galsan Tschinag - Ehrenmitglied des Erwin-Strittmatter-Vereins
Dem tuwinischen Autor Galsan Tschinag wird am Mittwoch, 13. Januar 2010, um 16.00 Uhr in der Aula des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums von Spremberg ("Hoche Jungsenschule") die Ehrenmitgliedschaft unseres Vereins verliehen. Galsan Tschinag hat achtundzwanzig Werke in deutscher Sprache geschrieben und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.

Er läßt mich seine Berge erleben und macht mir sein Volk, das sich wandelt, verwandt."
Wir bitten um Kontakt und Anmeldung: Erwin-Strittmatter-Verein, Tel. 035698 - 221
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11. Dezember 2009__
Gemeinsam mit Kindern der Grundschule Wadelsdorf und der Confiserie „Felicitas” aus Hornow sowie so manchen erwachsenen Strittmatter-Verehrer schufen wir in der Vorweihnachtszeit ein besinnliches Vorlese-Erlebnis.
Gern machen wir auf zwei erste Höhepunkte des Vereinslebens für das neue Jahr aufmerksam:
- In der “Hochen Jungsenschule” von „Grodk” (dem Erwin-Strittmatter-Gymnasium von Spremberg) wird dem tuwinischen Autor Galsan Tschinag die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verliehen. Er selbst wird über seine Freundschaft zu den Strittmatters berichten.
Termin: 13. Januar 2010, 16.00 Uhr
- Herr Professor Dieter Schlenstedt, Literaturwissenschaftler/Präsident des PEN-Zentums (OST) bis 1997 und Gastprofessor in den USA (1993), hält im Strittmatter-Gymnasium einen brisanten Vortrag zum Thema: “Deutsche Erinnerung; Das Gewöhnliche und das Ungewöhnliche im Fall Erwin Strittmatter”
Termin: 20. März 2010, 14.00 Uhr
Da wir ein größeres öffentliches Interesse für beide Veranstaltungen erwarten, bitten wir Sie, liebe Vereinsmitglieder, um vorherige Anmeldungen - bis jeweils eine Woche vor Veranstaltungsbeginn - per Telefon, Fax oder Email.
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17. November 2009__
Hier ein Beitrag aus der LR-Online vom 14. November von Frau Annett Igel.
Wo Erwin Strittmatter zu Hause war
Die Sorge um die Dichterin Eva Strittmatter und mehrere Ideen für eine Zusammenarbeit haben Manfred Schemel, den Vorsitzenden des Erwin-Strittmatter-Vereins Spremberg-Bohsdorf, nach Dollgow und Schulzenhof getrieben. Der Heimatverein des Dorfes hat in diesem Jahr einen Erinnerungsort an das Dichter-Paar eingeweiht. Zeit, dass die „zwei Zuhause“ Erwin Strittmatters zusammenrücken.
„Ich habe zwei Zuhause“, schreibt Strittmatter in seinem Buch „Vor der Verwandlung“. „Eines hier in den Wäldern, wo die Menschen wohnen, die mir am liebsten auf Erden sind, und das andere Zuhause in der Heide, wo die Vorfahren, die mich zeugten, auf dem heidigen Friedhof liegen, als ob sie tief in die Erde hineinlauschten, das zweite Zuhause also, das einmal das erste war, dem ich mich entzog, und das sich mir entzog, in das ich mich aber wieder hineinschlich, als ich meine Erlebnisse von damals niederschrieb …“
Wenn Eva Strittmatter am 8. Februar 80 Jahre alt wird, wollen sie gemeinsam gratulieren kommen – der Heimatverein Dollgow und der Erwin-Strittmatter-Verein Spremberg-Bohsdorf. „Wir können Erwin Strittmatter nicht für uns vereinnahmen. Hier in Bohsdorf hätte er den ,Laden‘ gar nicht schreiben können“, sagt Manfred Schemel. Die Niederlausitzer haben seine Jugend mit all ihren Stätten und den „authentischen Schauplatz“ der berühmten Romantrilogie. Die Dollgower haben Schulzenhof, wo Strittmatter mit der Dichterin Eva die andere, reifere Hälfte seines Lebens verbracht hatte.

Während nach Bohsdorf jedes Jahr rund 6000 Literaturfreunde pilgern, hat der Heimatverein Dollgow seit 1994 das Grab auf dem Schulzenhofer Friedhof, drei Stelen zum Leben und Wirken der Strittmatters und Verständnis dafür, dass Eva in Schulzenhof in Ruhe leben und den Dichterort nicht vermarkten lassen möchte. Immerhin habe es Ideen bis zum „Pony Pedro“-Steak gegeben.
Auch die Niederlausitzer kennen die Gratwanderung. Und Manfred Schemel ist froh, dass das Verhältnis zu Eva Strittmatter inzwischen ein herzliches ist. „Sie schreibt uns regelmäßig und ist Ehrenmitglied in unserem Verein. Nur geht es ihr zurzeit nicht sehr gut. Wir haben aber ein wenig mit ihr sprechen können“, sagt Manfred Schemel. An seiner Seite hatte er in Dollgow auch Regina Stein von der Spremberger Touristinformation. Sie knüpfte gleich Kontakte zum Tourismusverband Ruppiner Land.
Und ob Literaturfreund aus der Region oder aus der Ferne – Schemel will im kommenden Jahr wieder zu Lesungen und Vorträgen einladen. So würden der Schriftsteller Volker Braun und die polnische Studentin Monika Mol, die sich in ihrer Magisterarbeit mit Strittmatters Sprache beschäftigt hat, erwartet.
Auch der Germanist Professor Dieter Schlenstedt, bis zum Jahr 1997 Präsident des PEN-Zentrums (Ost), will kommen. Er hat sich in die Diskussion um Strittmatters Vergangenheit eingemischt und sich laut Schemel mit dem Begriff Schuld beschäftigt. „Und den 100. Geburtstag Erwin Strittmatters im Jahr 2012 müssen wir vorbereiten“, sagt Manfred Schemel und meint auch die Dollgower.
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20. November 2009__
EINLADUNG
Liebe Kinder der Grundschule Wadelsdorf,
gemeinsam laden wir Euch zu einer Buchlesung in „Strittmatters Laden“ von Bohsdorf ein. Wir stellen Euch zwei Kinderbücher von Erwin Strittmatter vor:
„DER WEIHNACHTSMANN IN DER LUMPENKISTE“ und „PONYWEIHNACHT“
Wenn Ihr Lust habt, treffen wir uns am Sonnabend, den 28. November 2009 um 15.00 Uhr vor dem Ladengehöft in Bohsdorf. Eure Eltern sind ebenfalls herzlich eingeladen. Wir zeigen Euch den LADEN und auf dem HOF einen ÜBERRASCHUNGSGAST, den man streicheln darf. Danach erfahrt Ihr aus zwei wunderbaren Tiergeschichten von Erwin Strittmatter etwas zur Advents- und Weihnachtszeit.
Nach der Lesung lädt Euch der Dorfclub und die Feuerwehr Bohsdorf zu einem Lampionumzug zum Weihnachtsmarkt ein.
Neugierig geworden?
Wir begrüßen Euch gern und wenn Ihr wollt, könnt Ihr Eure Lampions mitbringen.
Erwin-Strittmatter-Verein, Confiserie „Felicitas“-Hornow, Grundschule Wadelsdorf, Dorfclub Bohsdorf, Feuerwehr Bohsdorf

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Oktober 2009 - Herbststimmungen in Bohsdorf__
Herbst / Erwin Strittmatter
Das Gelb in den Bäumen breitet sich aus. Täglich mehr Gelb. Sacht weht der Wind,
und die ersten Blätter tändeln zur Erde.
Ich denke an unumgängliche Dinge.
Blauer Tag / Eva Strittmatter
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Der Rauchgeruch der Frühe im September. |
Ein Blau aus allen Ewigkeiten, Ein Blau zum Fliegen. Und der Welt Müßte man einen Tag bereiten So rein wie dieses reine Blau Und ungetrübt von grauem Tau. |

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20. Oktober 2009 - Renate Brucke im Gespräch__
Eine fünfundneunzigjährige Forsterin erinnert sich: "Den möcht ich mal als Mann haben."
Mit der wohl letzten Zeitzeugin aus Erwin Strittmatters "hochen Jungsenschul"- Zeit begab ich mich am 9. Oktober in die Vergangenheit. Erika Brix, geborene Franke, die heute in einem Seniorenheim in Forst lebt, hat ihren Freundeskreis, zu dem auch der Gymnasiast Erwin Strittmatter gehörte, noch in bester Erinnerung. Sie selbst besuchte damals das Mädchen-Lyceum in der Wirthstraße, in dem Erwin bei den Hausmeisterleuten "Baltin" im Keller wohnte. Er war ihr von Anfang an sympathisch, weil er ruhig und zurückhaltend war und nicht so draufgängerisch wie die anderen Jungen. Rückblickend, ihre Verliebtheit gestehend, erinnert sie sich: "Den möchte ich mal als Mann haben." Aber zum einen zählte Christel Schalach - "Ilonka Spadi" zu ihren Freundinnen und zum anderen interessierte sich für sie ein junger Mann, der es bereits "zu etwas gebracht" hatte und ihren Eltern gefiel.
Auf dem bekannten Klassenfoto vor dem Spremberger Gymnasium zeigte sie mir sofort den frechen Joachim Tausend, besser bekannt als "Krachschläger Hundert", den lernfaulen Wapple - der "dicke Worrischk " oder Wolfgang Haas, den "Laden"-Leser als "Wollu Kanin" kennen.
Durch Erwins Schwester Marga, mit der sie einen Nähkursus absolvierte, wurde der Kontakt zu den Strittmatters sehr eng. So übernachtete sie hier, und wenn sie ausgehungert vom Tanzen kamen, schmierte ihnen Lenchen noch schnell ein paar Schnieten. Manchmal fuhr sie Erwin mit seinem Motorrad nach Spremberg zurück. Der Kontakt zwischen beiden riss nie ab. Als Erwin nach der Bäckerlehre die Niederlausitz verließ, schrieben sie sich Briefe und nach dem Krieg trafen sie sich wieder in Spremberg oder beim Bruder Heinjak in Bohsdorf.
Viele Jahre war sie Mitglied im Erwin-Strittmatter-Verein und verfolgt auch heute noch alle Neuigkeiten über Strittmatter und den Verein. Ihre mit Widmungen versehenen Strittmatter-Bücher hat sie bereits einem ihrer Enkel überlassen.
Renate Brucke
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03. September 2009 - Liebe Mitglieder und Freude:__
Wir sind wieder zurück, um Sie auf dem Laufenden zu halten.
Am Samstag, dem 05. September, findet die 5. Museumsnacht statt. Auch wir beteiligen uns an dieser alljährlichen Aktion und öffnen den Laden zusätzlich von 17 bis 21 Uhr für Sie. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Eine erfolgreiche Lesung vom Werden und Vergehen im Bossdomer Laden!
Das Wetter war noch günstig an diesem 29. August und die vielen Vorbereitungen zahlten sich aus:
Eine vor Wochen gestartete Werbung, mit einem von Jana Koall gestalteten Plakat im Internet, in der Zeitung und in vielen Institutionen und Geschäften der Umgebung, zeigte Wirkung. Mehr als hundert, vor allem auswärtige Besucher kamen zur Lesung in den Laden-Hof des Strittmatter-Museums. Besonders freuten wir uns, dass Thomas Strittmatter („Gustavchen“), Sohn von Erwin Strittmatter, und Volker Strittmatter („Gottfriedchen“), Sohn von Heinjak Strittmatter, unter den Gästen weilten. Für zwei Stunden tauchten Esau Matt, seine Eltern, der Großvater und die Anderthalbmeter Großmutter auf, wurden Spiegel und Vertiko und die Backstube wieder lebendig und selbst die „Eechen“ säuselten mit.
Fleißige Helfer des Bohsdorfer Frauentreffs, unter Leitung Angelika Kerstens, sorgten für die kulinarischen Genüsse und der Vortrag der Bohsdorfer Vorleser und Vorleserinnen Klaus Nikolaus, Ranghild Pannusch, Renate Brucke, Monika Binnenhei, Cordula Thiel, der fünfzehnjährigen Linda Hilla und der Sprembergerin Annett Igel wurde mit freundlichem Applaus belohnt. Musikalisch umrahmten die Spremberger „Sternschnuppen“ des Albert-Schweitzer-Familienwerkes unter der Leitung Ramona Pietkiewiecz' und Daniel Jungwirths diesen Nachmittag.
Von allen Seiten gab es viel Lob und wir wurden ermutigt, ähnliche Projekte zu gestalten. Die Spendengelder (165 Euro) werden in eine eigene Mikrofonanlage fließen.
Am Samstag, dem 05. September, findet die 5. Museumsnacht statt. Auch wir beteiligen uns an dieser alljährlichen Aktion und öffnen den Laden zusätzlich von 17 bis 21 Uhr für Sie. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Das Wetter war noch günstig an diesem 29. August und die vielen Vorbereitungen zahlten sich aus:Eine vor Wochen gestartete Werbung, mit einem von Jana Koall gestalteten Plakat im Internet, in der Zeitung und in vielen Institutionen und Geschäften der Umgebung, zeigte Wirkung. Mehr als hundert, vor allem auswärtige Besucher kamen zur Lesung in den Laden-Hof des Strittmatter-Museums. Besonders freuten wir uns, dass Thomas Strittmatter („Gustavchen“), Sohn von Erwin Strittmatter, und Volker Strittmatter („Gottfriedchen“), Sohn von Heinjak Strittmatter, unter den Gästen weilten. Für zwei Stunden tauchten Esau Matt, seine Eltern, der Großvater und die Anderthalbmeter Großmutter auf, wurden Spiegel und Vertiko und die Backstube wieder lebendig und selbst die „Eechen“ säuselten mit. Fleißige Helfer des Bohsdorfer Frauentreffs, unter Leitung Angelika Kerstens, sorgten für die kulinarischen Genüsse und der Vortrag der Bohsdorfer Vorleser und Vorleserinnen Klaus Nikolaus, Ranghild Pannusch, Renate Brucke, Monika Binnenhei, Cordula Thiel, der fünfzehnjährigen Linda Hilla und der Sprembergerin Annett Igel wurde mit freundlichem Applaus belohnt. Musikalisch umrahmten die Spremberger „Sternschnuppen“ des Albert-Schweitzer-Familienwerkes unter der Leitung Ramona Pietkiewiecz' und Daniel Jungwirths diesen Nachmittag.Von allen Seiten gab es viel Lob und wir wurden ermutigt, ähnliche Projekte zu gestalten. Die Spendengelder (165 Euro) werden in eine eigene Mikrofonanlage fließen.
R. Brucke

Fotos Martina Arlt
Anlässlich des 97.Geburtstages Erwin Strittmatters am 14. August 2009 legten wir ein Gebinde im Namen des Erwin-Strittmatter-Vereins am Grab in Schulzenhof nieder.
Anschließend waren wir bei Eva Strittmatter zum Kaffee eingeladen. In ihrem Garten verbrachten wir einen interessanten unterhaltsamen Nachmittag.
Neben einigen uns unbekannten Gästen war auch Hermann Kant angekündigt. Gespannt erwarteten wir den Autor des Kultbuches aus den sechziger Jahren „Die Aula“.
Als stille Beobachter und Zuhörer verfolgten wir aufmerksam ihre Gespräche, ganz besonders über eine Studie einer Portrait-Büste Eva Strittmatters.
Die angenehme Stimmung, hervorgerufen durch die milden Temperaturen, ließ die Dichterin zum Manuskript ihrer neuen Gedichtsammlung „Wildbirnenbaum“ greifen und sie las fast eine Stunde daraus. Die bildhaften naturverbundenen Gedichte sprechen von Wünschen, vom Alltag, von Ängsten, aber auch von der Neugier aufs Leben.
Wir waren erstaunt und begeistert, wie sie die Lesung meisterte.
Mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir zurück und hoffen, dass wir diese angenehme Atmosphäre in Strittmatters Schulzenhof ein weiteres Mal genießen können.

Elena Turčekowá aus der Slowakei sandte uns ihre wunderbare Übersetzung von Strittmatters Werk "Selbstermunterungen" ("Sebapovzbudzovania"), die einen Ehrenplatz in der Ausstellung unseres Ladens bekommen wird. _____________________________________________________________________________________
04. März 2009__
Liebe Mitglieder und Freunde,
Nachdem die Videos vergriffen waren, kann die Filmtrilogie "Der Laden" wieder käuflich erworben werden - als DVD.
3 DVDs
FSK: ab 12 Jahre, farbig,
Spieldauer: 271 Minuten
Bild: Widescreen,
Ton: Stereo
Sprache: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Regie: Jo Baier
ISBN: 21669287
EAN: 4006680048529
Verlag: Arthaus Video
Nach einem Roman von Erwin Strittmatter.
Mit Bastian Trost, Martin Benrath, Jörg Schüttauf u. a.
Veröffentlicht seit dem 12.12.2008
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06. Mai 2009__
Die Backstube ist fertig.
Zu verdanken ist das dem fleißigen Einsatz von Herrn Pannusch.
Hier ein paar Impressionen aus dem Tichterbüro, aber überzeugen Sie sich doch selber mal vor Ort.
Die Backstube ist meine Höhle. Im Bett verbringe ich die wenigste Zeit. Nach der Großbäckerei, die ich bis in den Frühabend hinein betreibe, lege ich den Tisch unterm Backstubenfenster mit Packpapier aus, mache ihn zum Schreibtisch und lasse mich von meinem Schreibdrang packen. Ich beschreibe im Voraus, wie mir sein wird und was ich pflanzen werde, wenn man mir Land gegeben haben wird. Es erscheint mir selbstverständlich, dass ich Land nehmen darf, wenn schon welches verteilt wird.
(Auszug aus „Ochsenkutscher“)
Da ist immer noch jene Brotmulde, die der Großvater vor Jahr und Tag mit einem Blechstreifen hinderte, auseinanderzuspringen. Dieser schmale Blechstreifen, er hat die Kraft, an den Alten zu erinnern!
(Auszug aus „Der Laden Bd. 3) 
Die Schnapsflaschen stehen in der alten Backstube in einem Schrank, der so groß ist, dass er einer Ziege zum Stall dienen könnte. Meine Mutter, die wie wir wissen, keine Konzession hat, verkauft zuweilen heimlich Pfefferminz und Kümmel an die Bergarbeiter, wenn sie biermüde sind, aber auch Leuten, die nicht biermüde sind, scheint der Kümmel zu schmecken, auch meiner Mutter.
Einmal am Tage, in einer stillen Stunde, steigt sie die zwei Stufen zur alten Backstube hinunter, öffnet den Schrank, versteckt sich hinter den Schranktüren und kümmelt sich einen zu einem Käsebrot.
(Auszug aus „Der Laden“ Bd. 1)
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09. Juli 2009___ 
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23. Juni 2009 - In der Lausitzer Rundschau vom 23. Juni kann man folgendes über die Mitgliederversammlung vom 20. Juni lesen:__
Erwin-Strittmatter-Verein hat ein schwieriges Jahr geschafft
Bohsdorf Gestärkt ist der Erwin-Strittmatter-Verein aus der Debatte um die Militärvergangenheit Strittmatters herausgegangen. Zu diesem Fazit kommt der Vereinsvorsitzende Manfred Schemel in Bohsdorf. Über 40 der 142 Vereinsmitglieder haben sich in der Begegnungsstätte „Unter Eechen“ getroffen – um Ideen zu entwickeln, den Vorstand zu wählen und mit Carmen-Maja Antoni, der Darstellerin der Anderthalbmetergroßmutter in der „Laden“-Verfilmung, ausgiebig zu schwatzen.
Hans Jordan aus Schwarze Pumpe wartet auf ein Autogramm von Carmen-Maja Antoni. Foto: Annett Igel Foto: Annett Igel „Erwin Strittmatter war kein Nazi und kein Mitglied der SS, und bisher gibt es auch keinen Hinweis auf Taten“, sagt Manfred Schemel. Es sei ein nicht einfaches Jahr für den Verein gewesen. „Wir waren plötzlich gefordert, haben uns nicht mehr nur mit dem regionalen Erbe beschäftigt, wir wurden bundesweit erwähnt“, so Schemel weiter. Hilfreich sei in diesen Monaten gewesen, mal wieder in Strittmatters Werk zu schauen. „Als ehemalige DDR-Bürger sind wir es gewohnt, zwischen den Zeilen zu lesen“, sagt Schemel. Gut tut es den Vereinsmitgliedern, Beistand und Lob für das in der Bohsdorfer Gedenkstätte Erreichte aus der gesamten Bundesrepublik, aus Polen, den Niederlanden und Italien zu hören. „Es ist toll, wenn Literaturklubs zu uns kommen und Strittmatter so genau gelesen haben, dass sie sich hier in Bohsdorf zurechtfinden“, sagt Manfred Schemel.
Was die Vereinsmitglieder wurmt, ist, dass der brandenburgische Literaturpreis für Umwelt seinen ursprünglichen Namen Erwin-Strittmatter-Literaturpreis noch nicht zurückbekommen hat. Volker Braun, der im Jahr 1998 den seit 1994 verliehenen Preis überreicht bekam, wird zu einer Lesung erwartet. „Unbedingt“, habe Braun geantwortet, als Schemel ihn am Telefon fragte, ob er ihn als Strittmatter-Preisträger vorstellen dürfe.

Sorgen muss sich weiterhin um den Gesundheitszustand von Eva Strittmatter gemacht werden. Sie ist seit dem Vorjahr Ehrenmitglied des Vereins und hat zugestimmt, dass in Bohsdorf die Unterschrift ihres Mannes als Stempel verwendet werden darf. Der Heimatverein Dollgow, zu dessen Bereich Strittmatters zweite Heimat Schulzenhof gehört und mit dem der Bohsdorfer Verein den Kontakt hält, habe am 13. Juni einen Strittmatter-Gedenkort einweihen können. Er sei dem Dichter-Paar gewidmet.
Durchgängig positiv wird aufgenommen, dass dem mongolischen Schamanen und deutschsprachigen Schriftsteller Galsan Tschinag die zweite Ehrenmitgliedschaft im Strittmatter-Verein angetragen wird. Unter anderem, weil er „wie Strittmatter schreibt“ und er ihn treffend als „Menschenberg Erwin Strittmatter“ bezeichnet. „Tschinag hat uns eine ,Pony Pedro'-Ausgabe auf mongolisch und eine Lesung versprochen“, sagt Schemel.
Richtig gemütlich wird es mit Carmen-Maja Antoni auf dem Strittmatter'schen Hof unter Taubenhaus, Baum und Sonnenschirmen. Die Schauspielerin des Berliner Ensembles hatte in der „Laden“-Verfilmung von Jo Baier die Großmutter gespielt. „Ich kann Ihnen zwar auch etwas vorlesen, aber wenn ich das erste Mal komme, spreche ich lieber erst einmal mit den Menschen“, sagt sie und bietet damit gleich am Anfang einer wunderbaren Gesprächsrunde an, ein zweites Mal zu kommen. Ihr gefällt das Original der Filmkulisse sehr. „Ich würde mich sofort zurechtfinden“, so die Berlinerin.
Nach viel Kuchen kann die Filmvorführung beginnen.
Von Annett Igel

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18. Juni 2009__
In der Märkischen Allgemeinen schreibt am 16. Juni 2009 Claudia Pirsch:
Drei Stelen zur Ehrung von Eva und Erwin Strittmatters wurden bei Gransee feierlich enthüllt
DOLLGOW - Mit Lesungen und Gesang von Schülern des Granseer Strittmatter-Gymnasiums ist am Sonnabend der Strittmatter-Gedenkort in Dollgow eingeweiht worden. Weißer Stoff verhüllte - soweit der Wind es zuließ - drei gläserne Stelen, auf denen Biografisches und Literarisches über und von Eva und Erwin Strittmatter zu lesen ist. Das Schriftstellerpaar übersiedelte 1954 von Berlin nach Schulzenhof bei Gransee. Erwin Strittmatter lebte dort bis zu seinem Tod 1994, die gebürtige Neuruppinerin Eva Strittmatter noch heute.
„Es ist so weit“, verkündete der Gemeindebürgermeister Wolfgang Kielblock. Er sei stolz und erleichtert, dass nun endlich auch die Gemeinde Stechlin dem berühmten Literaten-Ehepaar die Ehre zuteil werden lasse, die es verdiene, sagte er. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Eva Strittmatter nicht selbst am Festakt teilnehmen, dafür war ihr Sohn Ilja Strittmatter zugegen, der Blumen und Glückwünsche für seine Mutter entgegen nahm.
Das Programm, durch das Amtsdirektor Frank Stege führte, gestalteten Schüler des Granseer Strittmatter-Gymnasiums. „Wir haben uns bemüht, sowohl die Lieder als auch die Texte aufeinander abzustimmen“, sagte Deutschlehrerin Kathrin Bartel. Die vorgetragenen Texte hatten alle einen Bezug zur langjährigen Heimat der Strittmatters, die sie in ihrem Schaffen stark beeinflusst hat. Das hob auch René Strien vom Aufbau Verlag hervor. „Eva Strittmatter ist die meistgelesene Lyrikerin in Deutschland. Und das hat sie unter anderem dieser Gegend zu verdanken.“
Mitten in die erste Rezitation des Gymnasiasten Arthur Wolf, der Auszüge aus Erwin Strittmatters „Mein Dorf“ vortrug, platzte ein fahrender Bäckergeselle, der mit einem kleinen Hupkonzert auf sich aufmerksam machen wollte. Die unwilligen Blicke der Zuhörer wandelten sich jedoch schnell in ein Schmunzeln, als just in diesem Augenblick die Worte Strittmatters „als Bäckergeselle gibt es wenig zu verdienen“ durch die Boxen schallten. (Von Claudia Pirsch)
Der Verein war bei der feierlichen Einweihung vertreten.
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01. Mai 2009__
Mitgliederversammlung am Sonnabend, den 20. Juni 2009
„Ein Tag im LADEN von Bohsdorf“
Die diesjährige Zusammenkunft des „Erwin-Strittmatter-Verein e.V.“ findet am Sonnabend, den 20. Juni 2009 in Bohsdorf statt.
1. Mitgliederversammlung des Vereins mit Wahl des Vorstandes (nicht öffentlich) um 11 Uhr in der Begegnungsstätte.
2. „Der Laden“ - Film zur Roman-Trilogie von Erwin Strittmatter (öffentlich)
| um 14 Uhr: |
- Begegnung mit dem Filmregisseur Jo Baier (angefragt) |
| um 16 Uhr: |
- Filmvorführung: im LADEN-Gehöft oder in der Begegnungsstätte (Schlechtwettervariante) |
Ab 14 Uhr ist die Veranstaltung öffentlich - um eine Spende wird gebeten!
Zur Information. Zur Mittagspause wird eine Gaststätte geöffnet sein. Eine Einladung an die Vereinsmitglieder erfolgt gesondert.
Diese neue Postkarte vom „LADEN“ wird am 20. Juni 2009 zum Preis von 0,80 € verkauft. Ein „Extra-Stempel“ wird erstmals verwendet.
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Die Diskussion um Strittmatters militärische Vergangenheit habe er verfolgt. Aber er gebe nicht viel darauf, „denn ich habe miterlebt, wie so etwas aufgebauscht wird“, sagt Tschinag. Und schließlich zog er, der auch als Schamane unterwegs ist, einen kleinen Schutzgeist aus der Tasche, hielt ihn sich ans Herz und übergab ihn Manfred Schemel mit den Worten: „Die Hässlichkeiten werden vorübergehen.“ Strittmatter und sein Werk würden bleiben. „Ich kenne den alten Mann im Kreis seiner Familie. Er war sehr offen, hat nichts verheimlicht.“ _____________________________________________________________________________________
20. Mai 2009__
Am 12.5.2009 besuchte die russische Literaturwissenschaftlerin Dr. Galina Loschakowa aus Uljanowsk den LADEN in Bohsdorf.
Sie schrieb ihre Dissertation zum Werk von Erwin Strittmatter und ist zur Zeit Stipendiatin der Goethe-Gesellschaft in Weimar. Ins Gästebuch schrieb sie:
"Es ist für mich eine große Freude, dass ich ein Stück von Erwin Strittmatters Leben gesehen habe, weil dieser Schriftsteller und Dichter groß für alle Leute schrieb, die nun sein Werk kennen. Ich hoffe auch, dass er als einer der interessantesten und größten Schriftsteller für Deutschland weiter leben wird."
Der Aufbau-Verlag schenkte der Universität Kraukau anlässlich des Vortrages von Dr. Schemel am 24. April 2009 eine Ausgabe der gesamten Werke von Erwin Strittmatter für Lehrzwecke.
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09. Mai 2009__
Galsan Tschinag in Bohsdorf

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09. Mai 2009 - Bericht aus der Lausitzer Rundschau vom 07. Mai 2009__
Galsan Tschinag in Bohsdorf
Bohsdorf „Erwin Strittmatter war der größte Schriftsteller, den die DDR hatte.“ Davon ist Galsan Tschinag überzeugt. Er selbst war 24 Jahre alt und saß vor seiner Diplomarbeit „Über das Tragische im Werk von Erwin Strittmatter“, als er nach Schulzenhof eingeladen wurde. Strittmatter ermutigte Tschinag damals, Erzählungen zu schreiben und verhalf ihm zur ersten Veröffentlichung. Am gestrigen Mittwoch besuchte Tschinag erstmals den „Laden“ in Bohsdorf.
Galsan Tschinag mag Museen nicht. Das gab er aber erst ziemlich am Ende seines Besuches in Bohsdorf zu. Höflich hatte er sich zuvor von Ranghild Pannusch, der Tochter Heinrich Strittmatters, durch die Räume des „Ladens“ führen lassen. Er erkannte die Schrift Erwin Strittmatters wieder, lobte den alten Medizinschrank und staunte über die vielen Brotmulden in der Backstube. „Strittmatters müssen reich gewesen sein. Da, wo ich herkomme, ist man glücklich, nur einen solchen Trog zu besitzen, in dem dann auch alles gemacht wird.“ Keine Frage, Galsan Tschinag hat nicht aufgehört zu staunen. So wie er über sein erstes Wasserklosett im Leipziger Studentenheim gestaunt hatte, staunte er später über Strittmatters Art zu sprechen und über den Whisky, mit dem er mit ihm auf die „Geburt des Erzählers“ Tschinag anstieß. „Beim ersten Treffen haben wir noch gar nicht über Literatur geredet, ich musste von den Pferden erzählen. 
Er wollte wissen, was ich mache, wenn ein Pferd hinkt. Ich habe ihm das Lasso-Werfen gezeigt, und wir haben zusammen einen Huf geschnitten“, erzählte Galsan Tschinag der kleinen Runde der Mitglieder des Erwin-Strittmatter-Vereins um Dr. Manfred Schemel. Schließlich kam er auf Strittmatters jüngstem Sohn Jakob (geboren 1963) zu sprechen. „Ich war dabei, wie die Strittmatters dem Vierjährigen ein Fahrrad kauften. Wissen Sie, wer es zuerst ausprobiert hat? Erwin Strittmatter!“ Die Umstehenden warnten, das Fahrrad könne zusammenbrechen. Aber Strittmatter stellte klar, dass es dann auch nicht gekauft werde. Galsan Tschinag genoss es, die Stimme Strittmatters nachzuahmen. Er signierte seine Erzählbände, deren lyrische Sprache und kraftvolle Gestaltung der Figuren auch unter Strittmatter-Freunden geschätzt werden. Galsan Tsching hat Manfred Schemel für die Ausstellung eine Strittmatter-Übersetzung auf Mongolisch versprochen.
Bericht von Annett Igel / Fotos von Martina Arlt
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27. April 2009__
Museumstag am 17. Mai
Auch wir beteiligen uns in diesem Jahr am Museumstag. Der Eintritt ist frei.
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Download - Senftenberg liest Erwin Strittmatter
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24. April 2009 - Aktueller Spendenstand__
Danke
Von Januar 2008 bis März 2009 wurden dem Strittmatter-Verein Spenden in Höhe von 1662 Euro überwiesen. Damit können die Rekonstruktionsarbeiten in der Backstube (dem "TICHTERBÜRO" für OCHSENKUTSCHER /1950) zügig vorangebracht werden. Voraussichtlich wird die Backstube im Juni fertiggestellt sein.
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21. März 2009__
Am Mittwoch, den 06. Mai 2009
besucht der weltberühmte, deutsch schreibende Autor Galsan Tschinag den LADEN in Bohsdorf (Uhrzeit wird über Internet, Tagespresse und Aushang bekannt gegeben). Er liest und erzählt am selben Tag um 18.30 Uhr im Hörsaal 3 des Lehrgebäudes 1c der BTU Cottbus. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Erwin Strittmatter schreibt über Galsan Tschinag:
Galsan sah mir über die Schulter, als ich an einer Erzählung arbeitete. Er war begierig zu erfahren, wie man Geschriebenes durch Umschreiben, Weglassen und Straffen von Ballast befreit. Ich zeigte ihm, so gut ich es vermochte, und er lehrte mich dafür das Lassowerfen und weihte mich in die Naturreiterei der tuwinischen Pferdehirten ein.
(Auszug aus "Eine tuwinische Geschichte" - Im Nachwort zu seinem ersten Band schreibt Strittmatter)
Galsan Tschinag schreibt über Erwin Strittmatter:
Als wir nach etwa einer Stunde Ritt endlich dort sind, drückt er mir einen Strick in die Hand, mit dem ich ein Fohlen fangen soll. Der ist jedoch zu kurz. Strittmatter will wissen, wie lang ein richtiges Lasso sein muss. "Zwölf Klafter", sagte ich.
"Klafter- was ist das?", höre ich ihn fragen.
Ich stocke. Nicht Schadenfreude, nichts dergleichen - es ist mir einfach seltsam. Dann spanne ich die Arme aus, um zu zeigen, was ein Klafter ist. "Wieder was dazugelernt", ruft er aus, und er tut es mit einer solchen Inbrunst, dass einer, der nicht hören, dafür aber sehen kann, dem strahlenden Gesicht abgelesen hätte: Diesem Mann da ist soeben ein kleines Wunder widerfahren!
(Auszug aus "Auf der Großen Straße - Topinanbur" - Galsan Tschinag )
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30. April 2009__
Ergänzung zum Mittwoch, den 06. Mai 2009
Der Autor Galsan Tschinag wird in der Zeit von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr den Laden in Bohsdorf besuchen.
09. März 2009__
Liebe Mitglieder und Freunde,
Am 13. Februar 2009 fand im Ratssaal von Kamenz, in Anwesenheit des Herrn Oberbürgermeisters, eine Podiumsdiskussion zum Thema: "Archivfunde als Aufstörung für das kulturelle Gedächtnis?" (Debatte um die Vergangenheit des Dichters Erwin Strittmatter) statt. Dankenswert dafür war die Einladung durch die Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption. Dem Moderator Herrn Henneberg (RBB) gelang ein vom Publikum interessiert begleitetes Podiumsgespräch mit den Diskutanten:
Frau Dr.Gutschke (Berlin), Herrn Prof.Gansel (Gießen), Herrn Prof.Zimniak (Zielona Gora/Polen), Herrn Liersch (Berlin) und Herr Dr.Schemel (Cottbus) zu führen.
Dazu tragen sicher auch die zwei neugestalteten Räume bei, die ab Mitte März wieder zu besichtigen sind. Zum Original-Mobilar können in Vitrinen Erst- und Widmungs-Exemplare an Familienmiglieder sowie ausländische Werkausgaben des Romanciers von Weltruf besichtigt werden. In einer Vitrine befinden sich Werke der meistgelesenen deutschsprachigen Lyrikerin Eva Strittmatter, unserem Ehrenmitglied Nr.1, als Gruß nach Schulzenhof.
Die notwendigen Fußboden- und Malerarbeiten in diesen beiden Räumen konnten mit Fördermitteln des Landes Brandenburg in Höhe von 6ooo.-Euro realisiert werden.
...UND BLIEBEN SIE NEUGIERIG!
Vorstand und Ladenbetreuer
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An diese Würdigung der „Süddeutschen Zeitung“ zum Ableben unseres Namensträgers am 31. Januar 1994 wurde zu Beginn erinnert. Die Besonderheit lag in der gemeinsamen Einladung des Bürgermeisters der Stadt Spremberg, Herrn Dr. Schulze und des Vereinsvorsitzenden. Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Frau Franke leitete die Versammlung. Eingeladen waren folgerichtig die Stadtverordneten aller Fraktionen und eine interessierte Öffentlichkeit. Akteure im Podium waren Herr Pfarrer Herr Barth stellte Fakten, Vermutungen und offene Fragen in der gegenwärtigen Arbeitsphase seiner Recherchen vor. Er konzentrierte sich auf die Lebenszeit von Erwin Strittmatters Schutzhaft 1934 in Döbern; eine Bewerbung zur SS, die abgelehnt wurde, eine bisher unbekannte Zeit von zwei Monaten bei der Bewachung von Gefangenen im Gefängnis von Krakow/ Krakau sowie die Umstände seiner Militärzeit zu Ende des Krieges. Genauer beleuchtete Herr Barth den Umgang der SED-Führung und des MfS mit der Biographie und der Person Strittmatters. Bei aller notwendigen Polemik, der Faktenlage sowie der Betroffenheit der Zuhörer wurden zwei Aussagen von Werner Liersch in seinem Beitrag vom 8. Juni 2008 in der FAZ bekräftigt.
20. Dezember 2008__
Dank ihrer Spenden von 487 € konnte die Fassade des Backofens wieder hergestellt werden.
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11. Februar 2009__
Information zur öffentlichen Mitgliederversammlung am 31. Januar 2009 im „Erwin-Strittmatter-Gymnasium“ in Spremberg
„Im Kleinen das Große erkennen und zeigen und beschreiben - das hat Erwin Strittmatter getan, gleich Tolstoi, Hesse, Faulkner, Proust, Emerson.“
a. D. Gloege aus Bonn sowie Herr Barth und Frau Giesecke, die beide sowohl vom Ehrenmitglied unseres Vereins, Frau Eva Strittmatter, als auch vom Aufbau-Verlag beauftragt waren, Recherchen zur „Militärvergangenheit von Erwin Strittmatter“ anzustellen. Leider war es Herrn Liersch nicht möglich, der gemeinsamen Einladung des Bürgermeisters und des Vereinsvorsitzenden zu folgen. Er avisierte die Teilnahme von Frau Dr. Kirschnick, Herrn Dr. Corino und Herrn Magenau, die bei Nachfrage zu Beginn offensichtlich nicht zum Teilnehmerkreis gehörten. Dafür herzlich begrüßt wurde eine polnische Studentin, die an der Jagiellonen-Universität Krakow/ Krakau ihre Magisterarbeit zur Sprache im Werk von Erwin Strittmatter schreibt.
Mit tiefer Betroffenheit erfuhr die Versammlung vom Ableben des Malers und Grafikers Lothar Sell (des „Sächsischen Chagall“), der für den Verein das inzwischen vergriffene Büchlein „Eine Stunde ist eine Stunde“ schuf und intensiv am Buchprojekt „Zeitchen vergeht“ mit Strittmatter-Worten zur Lebenswelt um Bohsdorf und Spremberg gearbeitet hat. Im Vermächtnis beider liegt unsere Aufgabe, dieses Projekt zur Herausgabe zu führen.
